From Deutsche Grammophon 137 011: The "Chants de Maldoror" (1965/66, revised 1968/69) by Rainer Riehn (born 1941) exhibit richer sound material which is chiefly derived from technical interference factors. Although the work has nothing to do with Lautréamont's poem of the same name, it does not appear to have been inspired by inner musical processes alone. It contains as a consequence of varying musical "situations" the most delicate nuances side by side with sharp contrasts and sounds which are at the limit of what can be physically borne. In this piece an attempt has been made to realize imagined sounds, imagined effects, with the media of an electronic studio. From Christophorus SCK 70 356: Das Experimentalstudio der Hemrich-Strobel-Stiftung des Südwestfunks Freiburg HANS PETER HALLER (geb. 1929) Einführung in die elektronische Klangumformung, Sprecher: Hans Peter Haller Workshop II für Flöten und elektronische Klangumformung, Carin Levine, Quernöten (Baß, Alt, C und Piccolo) CHRISTMANN / SCHOENENBERG Gruppenimprovisation aus Harvest Work, Günter Christmann, Kontrabaß, Detlef Schoenenberg, Schlagzeug Die Heinrich-Strobel-Stiftung ist 1968 ins Leben gerufen worden. Ihre Gründung war als Ehrung zum 70. Geburtstag des Namensgebers gedacht, der so viel für die neue Musik getan hat. Heinrich Strobel (1898 bis 1970) stammte aus Regensburg. Nach dem Studium der Musikwissenschaft in München war er als Musikkritiker an bedeutenden Zeitungen tätig. Nach Jahren des Exils wurde er 1946 an den Südwestfunk in Baden-Baden berufen, wo er bis zu seinem Tode Hauptabteilungsleiter Musik war. 1946 bis 1970 Herausgeber des "Melos". 1956 bis 1969 Präsident der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik. In Schrift und Tat, als Programmgestalter der Donauesdünger Musiktage und nicht zuletzt als Anreger für die zukünftigen Aktivitäten der nach ihm benannten Stiftung setzte sich Heinrich Strobel ein Leben lang für die neue Musik ein. Innerhalb der vielfältigen Aufgaben der Heinrich- Strobel-Stiftung erfüllt das Freiburger Experimental- studio eine wesentliche Funktion. Es wurde im Frühjahr 1971 gegründet. Im März 1973 konnte die erste, im Herbst 1975 die zweite Ausbaustufe (Croß-Regietisdi mit der Möglichkeit zu analoger und digitaler Steuerung) abgeschlossen werden. Eine dritte Ausbaustufe (Rechner-Steuerung von Schaltvorgängen) wurde 1978 fertiggestellt, womit die Grundausstattung des Studios vorerst komplett ist. Dem Experimentalstudio stellten und stellen sich Aufgaben auf dem Gebiet technischer Entwicklung, der Klangforschung, der musikalischen Ausbildung und schließlich der Realisation und Interpretation von Kompositionen. Zunächst war es erforderlich, ein elektronisches Instrumentarium neu zu entWikkeln, eine Tätigkeit, die in einem lebendig bleibenden Studio nie aufhört. In erster Linie wäre in diesem Zusammenhang auf die Eigenentwicklung eines "Raumklang-Verteilers" (Halaphon) hinzuweisen. Da Fortschritte auf dem Gebiet der experimentellen Musik nicht ohne intensive elektro-akustische Forschungen möglich sind, ist ein Teil der Installationen und Arbeitskapazität des Studios der Klanganalyse vorbehalten. Die Resultate dieser Klangforschung geben manchen wertvollen Hinweis für den sinnvollen Einsatz des elektronischen Instrumentariums. Nur wenige Komponisten verfügen heute bereits über die notwendigen Kenntnisse auf elektro-akustischem Gebiet, um von der Einrichtung eines solchen Studios kreativen Gebrauch machen zu können. Darum kommt der Ausbildung eine besondere Bedeutung zu. In den letzten Jahren ist das Freiburger Experimentalstudio zu einer wichtigen Lehrstätte geworden. Die Unterweisung beginnt bereits bei Informationsbesuchen von Schulklassen. Ausbildungsund Kompositionsseminare in Zusammenarbeit mit den Universitäten Freiburg und Basel, der Musik- hochschule Freiburg, den Internationalen Ferienkursen Darmstadt und anderen Institutionen gehören ebenso zum Aktionsprogramm der Stiftung wie die Ausbildung von Praktikanten und die individuelle Beratung einzelner Komponisten oder kleiner Gruppen. Aus dieser pädagogischen Tätigkeit erwächst folgerichtig die zentrale Aufgabe des Studios: Kompositionen mit elektronischen Mitteln zu realisieren. Dies kann heute auf mehrere Arten erfolgen. Im Arbeitsbereich des Freiburger Studios liegt der Hauptakzent auf der Live-Elektronik im Studio und Konzertsaal, also der simultanen Umwandlung instrumentaler oder vokaler Schallereignisse und deren Wiedergabe im Raum über Lautsprecher. Bei live- elektronischen Kompositionen ist das hergestellte Tonband nicht die Endstufe; diese Werke müssen im Konzertsaal immer wieder neu interpretiert werden. Daraus ergibt sich neben der Studioarbeit eine vielfältige Konzerttätigkeit im In- und Ausland. Aus der lebendigen Wechselwirkung von Forschung im Studio und der Praxis im Konzertsaal entstehen wiederum neue Anregungen und Aufgabenstellungen. Das Studio hat Werkstattcharakter. Es dient der allgemeinen Entwicklung der neuen Musik und ihrer elektronischen Mittel. Deshalb sollten möglichst viele Komponisten verschiedener Richtung in dem Studio mit seinen spezifischen und zugleich sehr variablen Möglichkeiten arbeiten können. Das Kuratorium hat bewußt darauf verzichtet, einen prominenten Komponisten mit seinen eigenen besonderen Zielvorstellungen mit der künstlerischen Leitung des Studios zu betrauen. Vielmehr obliegt die Leitung einem im Kompositorischen wie Technischen gleichermaßen versierten Fachmann, der den im Studio arbeitenden Komponisten als Berater und Anreger zur Seite steht und zugleich ihre Bedürfnisse aufnimmt. So bleibt die künftige Entwicklung der technischen Studioeinrichtung gegenüber den rasch wechselnden Anforderungen der Komponisten offen. Professor Dr. Hans Oesch, Basel, Vorsitzender des Kuratoriums